Für wen und welche Zielgruppen
Jede Behörde hat andere Druckpunkte - aber dasselbe Grundproblem.
Das System wird von innen wackelig, bevor der Außenkontakt scheitert. Ich arbeite mit Behörden, die bereit sind, den Blick auch nach innen zu richten.
Ich unterstütze Behörden, deren
- Entscheidungen oft individuelle Rechte, Sicherheit oder das Gemeinwohl betreffen.
- Maßnahmen unmittelbar sichtbare Auswirkungen haben - und öffentliche Reaktionen auslösen können. Wodurch der Druck auf die Behörde steigt, professionell zu reagieren.
- Umgang mit Betroffenen in emotional stark belastenden Lagen stattfindet (z. B. Einsätze, finanzielle Notlagen, Sorgerechtsfragen, Abschiebungen, Disziplinar- oder Strafverfahren).
- Kooperationen bzw. Abstimmungen mit Sicherheitsbehörden, Gesundheitsdiensten, Gerichten, Trägern und Politik regelmäßig erforderlich sind.
- Entscheidungen sachlich begründbar und dokumentiert sein müssen — um Reputations- und Haftungsrisiken zu minimieren.
Fazit: Ordnungsämter, Jugendämter, Ausländerbehörden — alle arbeiten in rechtlich gebundenen, öffentlich sichtbaren und konfliktgeladenen Kontexten, in denen nachvollziehbare Entscheidungen, verlässliche Prozesse und Präventionskonzepte von zentraler Bedeutung sind.
Expertin für Gewalt und Prävention im öffentlichen Sektor
Konfliktexpertise, die im Ernstfall gewachsen ist.
Ordnungsämter (Kommunale Ordnungsdienste)
Ordnungsämter, insbesondere der kommunale Ordnungsdienst, bewegen sich fortlaufend zwischen Prävention und Repression. Mit dieser Zerrissenheit müssen die Mitarbeitenden täglich umgehen und diese professionell meistern.
Nicht nur der Umgang mit psychisch kranken Menschen und die Einsätze im Drogenmilieu stellen die Mitarbeitenden des KOD zunehmend vor große Herausforderungen. Manchmal müssen Maßnahmen notfalls auch gegen den Willen einer betroffenen Person umgesetzt werden. Die erforderliche Eigensicherung bei kritischen Bürgerkontakten zählt dabei ebenso wie der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, um die Gefahr einer Eskalation zu minimieren. Allerdings belasten die Mitarbeitenden nicht nur kritische oder eskalierte Bürgerkontakte, sondern ebenso (wenn nicht sogar verstärkt) die täglichen Diskussionen, die zunehmende Respektlosigkeit und merkliche Unberechenbarkeit – also das, was schleichend zehrt. Die Zusammenarbeit im Team und mit anderen Professionen (z.B. der Polizei oder dem Sozialpsychiatrischen Dienst) sind höchst anspruchsvoll und zugleich von zentraler Bedeutung. Ein Rückhalt durch die Führungsebene scheint nicht immer selbstverständlich zu sein.
Alle beschriebenen Herausforderungen erhöhen das Konflikt-, Eskalations- und Gewaltpotenzial deutlich. – Lassen Sie uns ins Gespräch kommen.
Jugendämter
Jugendämter handeln im Spannungsfeld zwischen Schutzauftrag, rechtlicher Verantwortung und Beziehungsarbeit.
Sorgerechts‑, Kindeswohl‑ und weitere Interventionsmaßnahmen sind für alle Beteiligten emotional stark belastend und politisch sensibel; Schnittstellen zu Schulen, Polizei, Gerichten und freien Trägern sind regelmäßig und höchst anspruchsvoll. Fehler in Prozessführung oder Kommunikation können große Folgen für Betroffene und Fachkräfte haben. Eine zu hohe Falldichte, ein enormer Verantwortungsdruck und fehlende Kapazitäten bei freien Trägern, erschweren und gefährden die Arbeit der Fach- und Führungskräfte zusätzlich.
Alle beschriebenen Herausforderungen erhöhen das Konflikt-, Eskalations- und Gewaltpotenzial deutlich. – Lassen Sie uns ins Gespräch kommen.
Ausländerbehörden
Ausländerbehörden handeln im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, rechtlichen Vorgaben, politischen Entscheidungen und öffentlichen Debatten über Migration.
Aufgrund hoher Fallzahlen, bei gleichzeitigem Personalmangel, führen längere Bearbeitungszeiten zu Frustration auf beiden Seiten – auf Seiten der BügerInnen sowie Mitarbeitenden. Existenzielle Entscheidungen verstärken die ohnehin schon aufgeladenen Situationen und Prozesse. Hinzu kommen Sprach- und Kommunikationsbarrieren sowie komplexe Gesetzesgrundlagen. Es ist das ungünstige Zusammenspiel von hoher Arbeitsbelastung, komplexem Recht, begrenzten Ressourcen und der besonderen Bedeutung der Entscheidungen für die Betroffenen.
Alle beschriebenen Herausforderungen können das Vertrauen in Entscheidungen beeinflussen und das Konflikt-, Eskalations- und Gewaltpotenzial deutlich erhöhen. – Lassen Sie uns ins Gespräch kommen.
Expertin für Gewalt und Prävention im öffentlichen Sektor
Mein Ansatz
Ich stehe für öffentliche Sicherheit und Zivilcourage. Sicherheit ist für mich eine Frage von Haltung, Verantwortung und der Bereitschaft hinzusehen. Es geht mir um nicht weniger als den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Ich bin der Meinung, dass jeder von uns verantwortlich ist – dass jeder von uns einen Beitrag leisten kann.
Für mich entsteht Sicherheit nicht dort, wo wir sie politisch verorten, sondern dort, wo stattliches Handeln auf gesellschaftliche Realität trifft. Was mir besonders am Herzen liegt: Die Menschen sicher zu machen im Umgang mit Konflikten, Eskalation und Gewalt – Ein für mich wesentlicher Ansatz, wenn wir uns einsetzen wollen für eine starke und gesunde Gesellschaft. Denn im Umkehrschluss bedeutet das: Eine gesunde Gesellschaft ist die beste Gewaltprävention.
Dafür setze ich mich ein.
Ich fördere die Zivilcourage in unserer Gesellschaft – und ich unterstütze die Behörden, die mit hohem Verantwortungsdruck und erhöhtem Reputationsrisiko, staatliche Vorgaben im Alltag umsetzen müssen.
Mein Ziel:
Behörden, die Sicherheit geben – nach innen für ihre Mitarbeitenden und nach außen für die Menschen, denen sie begegnet. So entsteht eine Organisation, in der Gewaltprävention, nicht erst beginnt, wenn etwas passiert, sondern im täglichen Handeln verankert ist.
„Ich habe mit Tätern gearbeitet (Sexualstraftätern, Mördern, Rechtsextremisten), ich habe die Opfer von Gewalt beraten und die Helferrolle studiert (im wahrsten Sinne des Wortes). Und ich weiß: Nur wer alle drei Perspektiven kennt – und die Dynamik versteht, kann wahrhaft systemisch denken und echten Gewaltschutz bewirken.“
— Nicole Jansen
Ablauf der Zusammenarbeit:
Jede Zusammenarbeit beginnt obligatorisch mit einem kostenlosen Strategiegespräch: Einer kurzen Status-Quo-Analyse, Zielbeschreibung und Umsetzungsplanung.
Ziel des Gesprächs: Einschätzung, welches Format als Einstieg aktuell am sinnvollsten erscheint. (max. 45 Minuten).
Daraus folgt die passgenaue Durchführung (Coaching I Beratung I Workshops I Shadowing). Sie können mit jedem Format starten, je nach Logik des Bedarfs. Mögliche Aufbauformate ergeben sich aus dem laufenden Prozess.
Lassen Sie uns gerne ins Gespräch kommen.